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Nach der Ankündigung in dieser Postille vor Jahresfrist kann in der aktuellen Ausgabe nun der Vollzug vermeldet werden: Unser treues Mitglied Bernd K. wohnt seit letztem Mai wieder in Münster, was uns zu obigem, leicht abgewandelten Thin-Lizzy-Zitat verleitet.
Seit dem Sommer 2000 und somit fast das ganze seitherige Jahrtausend hatte er seine Zelte in Haslach im Schwarzwald aufgeschlagen, reiste aber Jahr für Jahr immer wieder zu besonderen Ereignissen nach Münster, wozu nicht zuletzt unsere Maitour gehörte. Die Bindung zur alten Heimat war eben ungebrochen und so war es nur eine Frage der Zeit, bis Bernds Münsterer Freundeskreis verstärkt die Fühler im Hinblick auf seine mögliche Rückkehr nach Münster ausstreckte.
An dieser Stelle soll nicht unerwähnt bleiben, dass insbesondere unser Kamerad Dietmar hier eine treibende Kraft war und Bernd bis zuletzt einen Wohnungswechsel gen Heimat schmackhaft machte. Es ist aber eine traurige Ironie des Schicksals, dass Dietmar den Zeitpunkt des Vollzugs nicht mehr erleben konnte. Gerade mal zwei Tage nach Dietmars Beisetzung war es nämlich so weit, dass Bernd sein neues Domizil in der Schießgartenstraße beziehen konnte. Die Tatsache, dass unter den vielen hierzu herbeigeeilten Helfern auch 7 Faßbierfreunde waren, beweist einmal mehr den unerschütterlichen Zusammenhalt unserer Gemeinschaft - und das, wie erwähnt, zwei Tage nach dem bisher schlimmsten Moment unserer Stammtischhistorie.
Die große Anzahl an Helfern sorgte dafür, dass der mit Bernds Hausrat bis zum Anschlag vollgepackte Miet-LKW in Nullkommanix ausgeräumt war. Zuvor musste dieser jedoch erst in die knallenge Hofeinfahrt manövriert werden - ein Job, für den Trucker-Rainer prädestiniert war! Rainer hat seine Fahrkünste dereinst während seiner Grundwehrdienstzeit erlernt und durchstreifte während dieser mit seinem Bundeswehr-LKW unermüdlich die nordhessische Wildnis um seinen Stützpunkt Schwarzenborn im Knüllgebirge. Dass er während einer Fahrt ins Manöver hierbei auf Abwege geriet und beinahe die „Wehrsportgruppe Roßkopf“ gegründet hatte, ist eine andere Geschichte, die hier nicht weiter dargelegt werden soll. Am besten, ihr fragt Rainer mal selbst! Jedenfalls fuhr Rainer den Lastwagen bravourös in die Hofeinfahrt und später auch wieder heraus – gelernt ist eben gelernt!
Die Möbelteile wurden in die verschiedenen Räumlichkeiten verteilt und von verschiedenen Montagetrupps parallel aufgebaut, sodass nach wenigen Stunden die Wohnung quasi bezugsfertig war – ein beeindruckendes Teamwork aller mitanpackenden Helfer!
Dieser Umstand erfreute unseren Bernd doch sehr und so ließ er es sich nicht nehmen, am Abend mit einigen noch dagebliebenen Helfern bei Pizza und Bier auf die gelungene und reibungslos verlaufene Umzugsaktion anzustoßen.