Vorwort

  

Liebe Fahrtteilnehmer,

zu unserer nunmehr 39. Maitour, die uns dieses Jahr nach Ober-Klingen führen wird, möchten wir euch recht herzlich begrüßen und willkommen heißen!

Wie ihr an der vorgenannten Zahl erkennen könnt, befinden wir uns im letzten Jahr der jubiläumslosen Zeit, was bedeutet, dass nächstes Jahr endlich wieder ein großes Fahrtenjubiläum ansteht. Darauf freuen wir uns bereits jetzt schon sehr und versprechen, dies in der nächsten Ausgabe auch angemessen zu würdigen.

Doch zunächst wollen wir das Licht eines imaginären Scheinwerfers über die letzten 12 Monate streifen lassen, um diese etwas näher zu beleuchten. Wer sich ob dieser Formulierung an die kürzlich leider eingestellte DJK-Vereinszeitung „Blau-Weiße Streiflichter“ erinnert fühlt, dem sei gesagt, dass dies mit voller Absicht geschieht, um dieses besondere literarische Format im Nachhinein noch einmal zu würdigen.

Der besagte Zeitraum beginnt logischerweise am 1. Mai des letzten Jahres, an welchem uns die Maitour bei prächtigem Wetter nach Heusenstamm führte – entsprechender Bericht hierzu siehe weiter hinten in dieser Broschüre. Über dieser Maitour lag und liegt für alle Ewigkeit leider der Schatten von Dietmar G.s schwerer Krankheit, die keine 48 Stunden später zu seinem Tod führte. Eine umfassende Würdigung unseres überaus beliebten und guten Kameraden findet sich ebenfalls in diesem Heft.

Den Sommer verbrachten wir montags wieder vorwiegend bei den verschiedensten Stammtischkameraden unter dem mehr oder weniger freien Himmel ihrer Gärten.

Höhepunkt der warmen Jahreszeit war allerdings mal wieder unsere traditionelle Tour nach Frankfurt zur Buchscheer. Erneut reisten einige Kameraden mit dem Fahrrad an. Alex P., Andy M. und Bernd K. waren diejenigen, die sich zu diesem Zwecke in Dieburg bei Letztgenanntem einfanden – einem Treffpunkt, dessen Wahl aus geographischer Sicht etwas verwunderte, lag dieser doch von Münster aus gesehen in entgegengesetzter Richtung zur Buchscheer. Doch solche Erwägungen spielten für die Drei eher eine untergeordnete Rolle. Wie man dem FBF-Chat entnehmen konnte (und auch heute noch kann) genehmigten sie sich an und mit gewissen unteren Körperteilen in Alex‘ Pool erstmal ein alkoholisches Kaltgetränk. Und auch unterwegs sollte es an flüssiger Verpflegung nicht mangeln. Auf halbwegs halber Strecke holten sie noch Kamerad und Hardcore-Radler Racer an dessen Arbeitsstätte in Egelsbach ab, um dann als Quartett weiter gen Buchscheer zu radeln.


   

Dort kamen sie dann auch vor denjenigen an, die auf konventionelle Weise mit dem Zug anreisten. Es war übrigens unsere 22. Fahrt zur Buchscheer. Ob dies unserem Freund Racer bewusst war und er sich wegen dieser Schnapszahl dazu berufen fühlte, neben den obligatorischen Äppelwoi-Bembeln die eine oder andere Mispelchenrunde zu spendieren, ist nicht überliefert. Jedenfalls sollte dieses alkoholische Beiwerk die allgemeine Laune auf ein höheres Level heben, und das nicht nur in der Buchscheer, sondern auch in der traditionell angesteuerten Endstation im Buchschlager Bahnhof, wo man dann – auch schon traditionell – auf Cuba Libre umstieg. Dieser vielfältige Alkohol-Mix bekam Racer allerdings nicht so gut, was dazu führte, dass er eine der Endstation-Toiletten nicht nur intensiv, sondern auch ausgedehnt in Beschlag nahm - so ausgedehnt, dass es letzten Endes unmöglich war, mit uns gemeinsam den Zug Richtung Münster zu besteigen. Die Aufgabenteilung sah dann so aus, dass Heiko zunächst vor Ort verweilte und sich um den WC-Insassen kümmerte, während der Rest schon mal dessen Rad nebst Gepäck mit in den Zug und nach Münster verfrachtete.


Anreise zur Buchscheer von Süd...


...und von Nord aus Frankfurt-City


Als das Haupt-Teilnehmerfeld in Münster einlief und sich anschickte, noch einen Absacker im Pilsstibbche zu nehmen, fuhr ein Taxi, welches Heiko und Racer beinhaltete, vor. Erstgenannter begehrte dann die Herausgabe zumindest von Racers Gepäck incl. Hausschlüssel, damit ein legaler Zutritt von Racers Heim gewährleistet sei. Das Fahrrad verblieb sicherheitshalber bei den anderen – eigentlich war es fahrbereit, sein Eigentümer jedoch eher weniger. Besagte andere betraten dann wie beabsichtigt das Pilsstibbche, wo sie von dem neuen Pächterteam fürstlich bedient wurden, kostenlose Knabbereien und eine Schnapsrunde inclusive. Jedenfalls haben sie damit einen so guten Eindruck hinterlassen, dass man sich einig war, das Lokal auf absehbare Zeit mal wieder zu besuchen. Nun ja, es dauerte dann doch bis Rosenmontag, dass sich einige Kameraden wieder in besagter Kneipe einfanden und dort erneut einen neuen Pächter antrafen. Da auch dieser eine Schnapsrunde spendierte, hätte man nichts dagegen, dass bei künftigen Besuchen immer gerade ein Pächterwechsel stattgefunden hat…

Im September stand dann unsere Stammtischfahrt nach Fulda auf dem Programm – eine Unternehmung, die aufgrund der geringen Reiseentfernung für Nachzügler attraktiv war und wie gewünscht zu einer höheren Teilnehmerzahl führte. Ein ausführlicher Bericht zu dieser bei prächtigen Witterungsbedingungen durchgeführten Fahrt findet sich an anderer Stelle dieses Heftes.

Die anschließende dunkle Jahreszeit versüßten wir uns mit den üblichen Veranstaltungen. Zum einen war dies unser Sankt-Martins-Laternchen-Trinken, zum anderen der Weihnachtsstammtisch dessen Termin wir wegen Eigenbedarf der DJK am gewohnten Termin 23.12. – Stichwort: Glühweihnachten – nach intensiver Online-Diskussion ein paar Tage vorverlegten. Auch die Wanderung zwischen den Jahren nahm ihren gewohnten Verlauf. Ein vorher ausgearbeiteter straffer Zeitplan sorgte dafür, dass wir alle Ziele ansteuern und sogar noch bei Albert im Schützenheim zwecks Abendmahl einkehren konnten, bevor wir den Abend mal wieder bei Alexander in der Mainzer Straße ausklingen ließen. Dass wir zwischendurch auch das Grab unseres Kameraden Dietmar aufsuchten, verstand sich für uns von selbst.

Das neue Jahr mit der sich ankündigenden Fastnacht machte uns wegen der närrischen Nutzung der DJK-Halle wieder temporär heimatlos. Wir mussten für unseren wöchentlichen Stammtisch folglich wieder Ausweichquartiere suchen. So kam es, dass wir neben einem Besuch bei unserem Kameraden Thomas L. in der Wiesenmühle einen kulinarischen Streifzug durch die Münsterer Wirtshaus-Szene unternahmen. Dies war für so manchen eine willkommene Abwechslung, konnte man doch im Gegensatz zu normalen Stammtischen ein opulentes Mahl zu sich nehmen. Für jene war die Rückkehr in die Holzkiste nach Fastnacht ein harter Schnitt, mussten sie doch fortan wieder mit Erdnüssen vorliebnehmen oder sich eben zuhause was Essbares einverleiben.

Im März stand dann wieder unsere alljährliche Generalversammlung auf dem Plan. Unverändert waren hier Verfahren und Ergebnis der Vorstandswahlen – so, wie wir das schon seit Jahrzehnten kennen, da wir uns hier nun mal an totalitären Vorzeigedemokratien wie z.B. Russland, Belarus oder China orientieren. Nur bei den Kassenprüfern gab es eine Änderung. Da dieses Amt nur dreimal in Folge ausgeübt werden darf, ist die Fluktuation hier etwas höher. Als Ziel für unsere Stammtischfahrt im Spätsommer wurde dieses Mal Koblenz auserkoren – eine Stadt, die durch ihre Lage an der Mündung der Mosel in den Rhein geographisch reizvoll erscheint. Ähnlich wie im Vorjahr bietet die nicht allzu große Entfernung dorthin potenziellen Nachzüglern wieder die Gelegenheit, zur Reisegruppe hinzuzustoßen und diese auf eine stattliche Größe anwachsen zu lassen.

Kommen wir nun zur unmittelbar vor uns liegenden Zukunft und dem eigentlichen Anlass dieser Schrift, nämlich unserer Maitour. Nachdem die Tourziele zuletzt im Norden und Westen lagen, heißt es nun wieder mal „Ab in den Süden!“ Da unser Chefscout Racer der Einzige ist, der auch im übelsten Winter ausgedehnt mit dem Fahrrad unterwegs ist, konnte er seine Reiseleitungskollegen bereits wenige Tage nach Neujahr einen Zielvorschlag präsentieren: Die „Schmelzmühle“ in Ober-Klingen!


„Moment mal, da war doch was!“, werden sich die meisten von euch, da treue Leser dieser Schriftenreihe, nun denken. Und sicher werdet ihr euch an das 2016er Maitourheft erinnern, welches die Maitour zum „Forschler“ in Wenigumstadt zum Gegenstand hatte. Doch dieses Ziel war, wie ihr ja alle noch wisst, nur ein Ausweichziel, weil wir eigentlich – und da wären wir wieder in der Gegenwart – nach Ober-Klingen zur Schmelzmühle fahren wollten. Damals ging das nicht, weil die dortigen Wirtsleute nicht in der Lage bzw. nicht willens waren, für den 1. Mai Reservierungen anzunehmen. Dennoch wurde „sellemols“ recht ausführlich über das Ziel „Schmelzmühle“ berichtet. Grund hierfür war, dass der Bericht geschrieben wurde, bevor man sich anschickte, dort zu reservieren. Da dies, wie erwähnt, nichts wurde, der Text über Ober-Klingen aber schon fix und fertig war, wollte man diesen nicht komplett „in die Tonne kloppen“, sondern informierte den geneigten Leser, wo mein eigentlich hinfahren wollte.

Aufgrund der Tatsache, dass man in der „Schmelzmühle“ zwischenzeitlich offenbar einen Lernprozess durchlaufen hat und infolgedessen nun Reservierungen angenommen werden, starten wir nun einen zweiten Anlauf auf dieses Ziel. Jedenfalls machen wir es uns nun einfach und verweisen diejenigen, die sich für Zielort und -lokal interessieren, auf das Mai­tourheft aus dem Jahr 2016. Das dürfte für euch alle bestimmt kein Problem darstellen, habt ihr alle Ausgaben sicher chronologisch sortiert im Wohnzimmerregal stehen und könnt mit einem gezielten Griff die besagte Ausgabe aus eben jenem herauszaubern.

Denjenigen, die wider Erwarten das betreffende Heft nicht mehr besitzen oder es bevorzugen, digital unterwegs zu sein, empfehlen wir in diesem Zusammenhang unsere topmoderne, im hippen Style gestaltete Homepage (Link siehe Titelseite), auf welcher alle Maitourheft-Berichte ebenfalls zu finden ist.

Wer allerdings an topaktuellen Informationen zu unserem Ziellokal interessiert ist, insbesondere, welche Leckereien die Speisekarte bereithält, dem sei die Homepage https://dieschmelzmuehle.de/ ans Herz gelegt.

Doch vor dem Schlemmen steht das Radfahren, und hierzu treffen wir uns in gewohnter Weise um 10:00 Uhr bei Rainer R. in der Borkumer Straße. Hier ist es im umgedrehten Fall dann so, dass vor dem Radfahren das Schlemmen steht, denn ein irgendwie geartetes Frühstück werden wir den Teilnehmern schon auftischen.

Zu hoffen bleibt, dass das Wetter wie in den letzten Jahren mitspielt und uns somit wieder eine gute Grundvoraussetzung für eine tolle Maitour bietet. Wenn dem so wäre und möglichst viele Stammtischkameraden uns mit ihrer Teilnahme beglücken würden, wären wir mehr als glücklich.

Wir sehen uns am 1. Mai!


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