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Hommage an einen perfekten Freund –
Didi, du fehlst uns so sehr!
Irgendwie war klar, dass dieser Moment einmal kommen würde: Der Moment, an dem wir uns für immer von einem Kameraden aus unserer Mitte verabschieden und dieses unschöne Ereignis hier in diesem Medium behandeln müssen. Dass dies allerdings bereits so früh, in unseren Fünfzigern, geschieht und dass es ausgerechnet unseren Kameraden Dietmar G. trifft, hat uns alle bis ins Mark erschüttert.

Abtenau, Hotel Post, 29.07.2023
Es war im Spätsommer 2023. Kurz zuvor war die im letzten Heft ausführlich gewürdigte Abtenau-Radtour einer Gruppe von Faßbierfreunden zu Ende gegangen - eine außergewöhnliche, vornehmlich von Dietmar initiierte Reise, die inzwischen absoluten Legendenstatus in den Reihen der Mitreisenden genießt. In das bei ihnen ob dieser Unternehmung noch nachklingende Hochgefühl platzte dann die Nachricht von Dietmars Erkrankung und verursachte nicht nur bei ihnen, sondern im ganzen Stammtisch eine ab dann allgegenwärtige Sorge um den Gesundheitszustand unseres Stammtischkameraden.
Einer zwischenzeitlichen Phase der Zuversicht mit vielen schönen Begegnungen um die Weihnachtszeit herum - man denke hier vor allem an Heiko und Christine H.s Silberhochzeitsfeier - folgten zu Jahresbeginn dann leider ernüchternde Nachrichten über Dietmars Krankheitsverlauf, der in den darauffolgenden Monaten leider keine positive Wendung mehr nahm.
Am 3. Mai erreichte uns dann die niederschmetternde Nachricht von Dietmars Tod - zwei Tage nachdem wir unsere Maitour nach Heusenstamm durchgeführt hatten und nicht wussten, wie schlecht es ihm schon an diesem 1. Mai ging. Man könnte fast meinen, dass Dietmar bei seinem letzten Kampf dieses für unseren Stammtisch besondere Datum noch überstehen wollte ... nur, um dieses für die Zukunft nicht mit negativen Erinnerungen zu belasten.
So groß unsere Sorge von Anbeginn seiner Erkrankung war, so unendlich ist nun schon seit fast einem Jahr die Fassungslosigkeit in unseren Reihen über sein Fehlen. Sehr viele von uns werden in diesem bis heute andauernden Zeitraum täglich nicht nur an ihn, sondern auch an Heike und Paula gedacht haben. Diese Fassungslosigkeit gründet im Großen und Ganzen auf der Frage, wie es sein könne, dass dieser besondere Mensch nun einfach nicht mehr da ist. Doch was machte dieses Besondere an ihm aus? Um das zu erklären, folgt nun eine Aufzählung durchweg positiver Zuschreibungen, die allesamt auf Didi zutreffen: Er war ein Pfundskerl, jemand, mit dem man durch dick und dünn gehen konnte, einer, mit dem man Pferde stehlen konnte, er war ein Bote des Frohsinns, der guten Laune und des Schabernacks. Kurz: Er war der Inbegriff der Heiterkeit sowie eines guten Freundes! Als wir während unseres ersten Stammtisches nach seinem Tod betreten über ihn sinnierten, sagte unser Kamerad Racer, dass es doch immer so war, dass, wenn man in einem Raum saß und dann plötzlich Dietmar diesen betrat, IMMER ein Lachen auf seinem Gesicht zu erkennen war - und bei denen, die er dort antraf, war das dann urplötzlich auch so. Mit seiner Anwesenheit erhellte er immer die Stimmung in seiner Umgebung. Ein Späßchen hier, eine Frotzelei da - er sorgte einfach immer für gute Laune.

Was sein Wirken bei den
Faßbierfreunden angeht, ist festzuhalten, dass er kein Stammtischler der
allerersten Stunde war. Erst im Jahr 1991 fand er gemeinsam mit seinem
Spezi Alex P. den Weg in unseren Stammtisch. Warum so spät, wissen wir
heute auch nicht mehr, denn es verband uns ja schon sehr viel länger
eine dicke Freundschaft, die ihren Ursprung in gemeinsamen Kindergarten-
und Schulzeiten hatte.

Zu dieser engen Bindung trugen auch jahrzehntelange gemeinsame Aktivitäten bei der DJK bei, sei es jetzt bei Tischtennis, Hobbyfußball, Skifahren und nicht zuletzt bei der Fastnacht. Begegnungen mit ihm waren also vielfältig, was sein jetziges Fehlen noch viel deutlicher, viel bemerkbarer macht. Als im letzten Jahr die Vorgängerausgabe dieses Heftes erstellt wurde und ich den Artikel über die Abtenau-Tour verfasste, war mir Dietmar hierbei allgegenwärtig, sei es nun in Schrift oder Bild, und gleichzeitig umtrieb mich die Sorge, ob er aufgrund der Verschlechterung seines Gesundheitszustandes das Heft überhaupt noch lesen könne. Dies war dann leider nicht der Fall. Heiko brachte ihm das Heft zwar ins Krankenhaus, er war aber wohl nicht mehr in der Lage, dieses zu lesen.
Abschließend möchten wir Heike und Paula noch mitteilen, dass wir aufgrund dieses traurigen Ereignisses immer eine besondere Bindung zu euch haben werden. Wenn ihr uns braucht, könnt ihr auf uns zählen!